Der HolzmichlIn allen Kommunen wird derzeit jeder Cent umgedreht. Und das nicht nur ein Mal. Da macht Geraberg keine Ausnahme. Und wo es in den vergangenen Jahren viel zu holen gab - sprich: bei den Einnahmen - will man natürlich in diesem Jahr nicht zurückstecken. GERABERG. Stichwort Wirtschaftsplan Forst. Da gab es in den vergangenen Jahren doch recht satte Erlöse, die sich meist so auf 30 000 bis 40 000 Euro beliefen. Geld, das jede Kommune gut gebrauchen kann. Der Bewirtschaftungsplan für das laufende Jahr sieht einen Erlös von 11 000 Euro vor. "Nanu", sagte sich der Gemeinderat am Donnerstagabend. Und fragte nach dem Warum. Die Antwort kam aus dem Ilmenauer Forstamt. Bisher habe man das Holz an relativ gut zugänglichen Stellen kostengünstig eingeschlagen und um die doch teilweise schwierigen Hanglagen einen Bogen gemacht. Denn dort müsste man Seilkrantechnik einsetzen, und die kostet eben mehr Geld. Doch irgendwann müsse man eben auch in jenen Hanglagen einschlagen, weil die tieferen Gebiete bearbeitet sind und dort somit Schluss mit Lustig ist.Man könne die vorgesehene Hektar-Menge erhöhen, schlug das Forstamt vor. Oder sich zwischen zwei Varianten entscheiden. Entweder die Gemeinde lässt als Waldbesitzer selbst das Holz einschlagen, oder man wählt das so genannte - hier noch kaum erprobte - Stockverfahren. Dabei wird das Holz im Wald stehend verkauft, Angebote eingeholt und derjenige, der den Zuschlag erhält, ist für den Einschlag und den Abtransport allein verantwortlich. Rechnet man alle Varianten durch - so ist bei allem Risiko - eine Gewinnspanne von jenen 11 000 bis (im günstigsten Fall) 17 000 Euro möglich. Und genau dieses Durchrechnen wollen Gemeinderat und Verwaltung jetzt nochmal tun. In aller Ruhe, aber dennoch zügig. Schließlich geht es hier um nicht gerade wenig Geld. 6000 Euro Mehreinnahmen - zum Vergleich: Für die Bibliothek will man in diesem Jahr 4250 Euro ausgeben. |