Es fehlen einem die Worte!

Es ist Winter, der 25.01.05, seit 2 Tagen fällt ununterbrochen Schnee. Für die einen eine Plage, für die anderen einfach schön!
Geraberg ist kein Wintersportort, aber man sollte es nicht glauben, es gibt dort auch sportliche Leute. Die einen treiben Sport nur so zum Abschalten vom Alltag, die anderen zum Fithalten. Was macht man nun an einem solch verschneitem Tag? - Man schnallt nach der Arbeit die Ski an. Loipen gibt es nicht, das stört die Geraberger wenig. Sie sind es gewohnt, sich selbst welche zu spuren. Das klappt auch ganz gut - bis zu jener Stunde als Herr Augner mit seinem Traktor kommt. Er schiebt die Waldwege gründlich, im wahrsten Sinne des Wortes: bis zum Grund, so dass Dreck und Steine zum Vorschein kommen.  Das ist wunderschön für Herrn Donner und sein Revier sowie alle Autofahrer, die ganzjährig die Waldwegverbindung nach Gehlberg nutzen! Es bleiben einem also 2 Möglichkeiten: Ski ab oder über die zum Teil  tief verschneiten Wiesen, die allerdings nicht zusammenhängend nach Hause führen.
Was sagt uns das: Der Wald gehört dem Forst! - Und wir "freuen" uns schon auf das Frühjahr, denn pünktlich, wenn die Knospen sprießen werden die Bäume auf die Waldwege gefällt, so dass ja kein Wanderer und schon gar kein Radfahrer vorbei kommt.
Als Geraberger hat man das Glück, direkt im Thüringer Wald zu wohnen. Schade, dass beim ansässigen Forst keine Kompromisse möglich sind. Es gab Zeiten, da waren Förster auch auf Skiern bzw. zu Fuß unterwegs.


Katrin Hofmann

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