Wieder ein Wahrzeichen weg
Der "erhobene Zeigefinger" - der 50 Meter hohe Schornstein des ehemaligen Heizwerkes in Geraberg - verschwand innerhalb weniger Sekunden aus dem Landschaftsbild.
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Im Rahmen der Abrissmaßnahme Forsthaus und Heizhaus, die als Vergabe - ABM durchgeführt wird, wurde der zweischalige Stahlbetonschornstein gestern gesprengt. Drei Tage waren erforderlich, um den Schornstein für die Sprengung vorzubereiten, erklärte Sprengingenieur Peter Pohl von der Thüringer Sprenggesellschaft aus Kaulsdorf gestern. Im Fußbereich hatte die äußere Betonwandung einen Umfang von 7,5 Metern und eine starke Stahlarmierung. |
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An einer Stelle musste der Beton weggestemmt werden und die Armierung wurde mit dem Schneidbrenner geschwächt. Insgesamt 69 Sprenglöcher mussten gebohrt, mit Sprengstoff und Millisekundenzündern bestückt werden. Gestern 14 Uhr war es dann so weit, das Gelände wurde großräumig abgesperrt, bald war das Warnhorn dreimal zu hören und per Funk kam die Anweisung zum Sprengen. Sprengmeister Michael Schneider zündete daraufhin sofort elektrisch. |
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Kurz danach ertönte ein Knall und eine Staubwolke war am Schornsteinfuß zu sehen. Obwohl es nur wenige Sekunden dauerte, schien sich der Koloss nur langsam zur Seite zu neigen, bis er krachend auf dem Boden aufschlug und eine weitere Staubwolke hochwirbelte. Peter Pohl war mit dem Ergebnis zufrieden:" Er ist genau auf den Punkt gefallen!". Jedes zu sprengende Objekt sei eine neue Herausforderung. Routine dürfe dabei nicht aufkommen, aber man könne aus den Erfahrungen schöpfen, denn immerhin 259 Schornsteine habe man seit 1990 schon gesprengt. |
Sobald es das Wetter zulässt, war von Bauamtsleiter Gerhard Kämpfer zu erfahren, werde eine Schredderanlage angefahren. Der Beton wird recycelt und soll später durch die Gemeinde wieder als Material für den Wegebau eingesetzt werden.
H.Schulze
Quelle: Freies-Wort vom 18.01.2002 Bilder: FG